Die Amigne - Vétroz die Grands Crus - www.amigne.ch

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AMIGNE

Diese alte weiße, einzig im Wallis angebaute Rebsorte ist aller Wahrscheinlichkeit nach römischen Ursprungs. So erwähnt Columella im dritten Buch seiner DE RE RUSTICA die Vitis aminea. Damit kann sich das Wallis über den Anbau der Amigne-Rebe auf eine 2000-jährige Weinbautradition berufen. Ähnliches lässt sich von wenigen Weinbaugebieten behaupten. Amtlich verzeichnet wird die Amigne-Sorte erstmals anlässlich der internationalen Ausstellung für Rebsortenkunde in Genf im Jahr 1878. Weltweit gibt es heute 38 Hektar (ausschließlich im Wallis), davon 27 in Vétroz (70%).

BESCHREIBUNG

Die Ranke ist violett-beige, bereift, mit ausgeprägt violetten Knoten. Als robuste Rebsorte hat die Amigne mittelgroße bis große, runde, Blätter, die fein blasig und ohne ausgeprägte Verzahnung sind. Die auf der Unterseite samtigen Blätter rollen ihre Ränder nach unten. Mit Beginn der Reifezeit färben sich die unteren Rebblätter gelb. Die Amigne reift etwa drei Wochen nach dem Chasselas. Diese Rebsorte ist sehr anfällig für Verrieseln und Kleinbeerigkeit. Die Traube ist mittelgroß bis groß, ziemlich länglich, locker und verzweigt. Der Stängel ist sehr lang, und die leicht ovalen Beeren grünlich-gelb.

WEIN

Die Amigne ergibt einen körperreichen und kräftigen, trockenen, fein-herben oder lieblichen Wein. In der Nase entfalten sich Noten von Mandarine und eingemachten Aprikosen. Am Gaumen wird sein kräftiger Körper von einer betonten Säure und einem tannischen Abgang getragen. Den größten Genuss bietet der Amigne nach einer 5 bis 10-jährigen Lagerzeit.

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